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Erster Bärenangriff in der Slowakei am 15.2.2026

Am 15.2.2026 kam es leider in der Slowakei zu dem ersten Bärenangriff dieses Jahres. Sofort gehen die Wogen hoch und die Schuldzuweisungen nehmen kein Ende. Ich möchte an dieser Stelle nur kurz die Sachlage schildern, damit sich jeder Mensch selbst ein Bild machen kann. Wahrscheinlich hätte man die furchtbaren Szenen verhindern können, aber jeder Mensch kann Fehler machen und wir können nur daraus für die Zukunft lernen:

Am 15.2.2026 gingen ein 57-jähriger Jäger mit seinem Sohn, ebenfalls Jäger, zusammen mit ihrem Hund, einem Laika, in den Wald. Es war bereits nach 17 Uhr und sie waren außerhalb der offiziellen Wege unterwegs. Zu dieser Zeit ist es bereits dämmrig in der Slowakei. Nach eigener Aussage wollten sie Holzarbeiten kontrollieren. Dann ging alles sehr schnell; plötzlich schoss eine Bärin aus dem Unterholz heraus und attackierte den jüngeren Mann, der offenbar versuchte, das auf ihm liegende Tier zu erschießen. Daraufhin versuchte der ältere Mann, den Bären zu erschießen.

Da er nicht erfolgreich war, eilte der Sohn zur Hilfe und streckte das aufgebrachte Tier mit mehreren Schüssen nieder. Man konnte erkennen, dass es sich um eine säugende Bärin gehandelt hat. Später fand man in der Nähe der Stelle in einer Höhle drei kleine, ca. vier Wochen alte Jungtiere, die sofort in den Zoo Bojnice gebracht und umsorgt wurden. Außerdem fand sich später in der Nähe der Höhle auch der Hund, allerdings ebenfalls von der Bärin getötet.

Niemand weiß, ob die beiden Männer die Wahrheit gesprochen haben. Wollten sie wirklich am Sonntagabend bei Dämmerung die Holzarbeiten für Montag kontrollieren? Wollten sie vielleicht Abwurfstangen der Rothirsche suchen oder haben die bösen Stimmen recht, dass die beiden auf illegaler Bärenjagd waren? Das kann niemand wissen, vielleicht war es auch eine Mischung aus allem. Die Menschen in der Slowakei sind aufgrund der lokal hohen Bärendichte und starker negativen Stimmungsmache sehr vorsichtig, wenn sie in den Wald gehen und viele Jäger führend deshalb Gewehre mit sich. Aktuell ist die Polizei dabei, die Umstände zu untersuchen. Fazit ist: Es gab einen sehr schwer verletzten Mann, einen toten Hund, einen toten Bären und drei verwaiste Jungtiere, deren weiteres Leben ein Fristen hinter Gitterstäben bedeutet. 

Was können wir normalen Erholungssuchende aber daraus lernen? Man sollte sich nicht außerhalb der offiziellen Wanderwege aufhalten und bei Dämmerung den Wald verlassen. Sehr wahrscheinlich ist, dass der nicht angeleinte Hund die Bärin aufgeschreckt oder gar provoziert hat. Somit sollten wir unsere streunenden Hunde im Wald anleinen - auch aus Rücksicht auf andere Wildtiere. Also ist dieser tragische Zwischenfall zwar furchtbar, aber hätte wahrscheinlich vermieden werden können. Und das ist das Wichtigste, was wir aus dieser Begegnung lernen können. Sämtliche Spekulation über die wahren Beweggründe des abendlichen Ausfluges der beiden Männer helfen in der Situation nichts. Die polizeilichen Aufklärung wird hoffentlich die Hintergründe aufdecken können. Der ältere Mann ist im Krankenhaus und wurde sehr schwer verletzt, hat also für seinen Fehler einen hohen Preis bezahlt.

Was am wenigsten hilft, sind Internet-Kämpfe der Anti-Bär und der Anti-Jagd Gruppen, auch wenn sie die meisten Klicks bringen.